Kompletteinführung des SAP R/3 Systems bei einem Dortmunder Stahlunternehmen (620 Mitarbeiter, 300 Mio. DM Umsatz) ein.

Die KL Consulting GmbH (KLC) führte die SAP-Module

  • SD (Vertrieb: Kundenanfragen, Angebote, Aufträge, Versand, Fakturierung)
  • MM (Materialwirtschaft: Einkauf, Lieferantenbeurteilung, Materialbestandsführung, Rechnungsprüfung)
  • CO (Controlling: Kostenstellenrechnung, Kostenstellenplanung, Auftragsabrechnung, Ergebnisrechnung, Profitcenterrechnung)
  • PP (Produktion: Fertigungsaufträge, Arbeitsplätze, Arbeitsvorgänge, Rückmeldeverfahren, CAP )

Die Projektlaufzeit betrug 16 Monate und begann mit der Ist – Aufnahme der Arbeitsabläufe in den einzelnen Unternehmensbereichen.

Bei dem Unternehmen waren über alle Unternehmensbereiche fast 30 Individual- bzw. Fremdprogramme zum Teil seit 25 Jahren im Einsatz, die im Laufe der Zeit kontinuierlich angepasst und erweitert wurden. Über eine Schwachstellenanalyse wurden zeitaufwändige und kostenintensive Abläufe herausgestellt und bewertet.

Im Rahmen der Produktionsstrukturen wurde aufgrund der Kundengegebenheiten die Kundeneinzelfertigung gewählt. Die zu produzierenden Endprodukte (KMAT) werden über eine Merkmalsbewertung im Kundenauftrag konfiguriert und über ein umfangreiches SAP – Beziehungswissen an das PP Modul weitergeleitet.

Die Kostenverwaltung erfolgt gem. SAP-Standard auf dem Kundenauftrag bzw. auf der Kundenauftragsposition.Nach intensiver Schulung der Anwender erfolgte die SAP – Kompletteinführung in Form eines „BIG BANG“ gemäß Projektterminplan.

Im Rahmen einer Weiterentwicklung realisierte KLC für diesen eine Anbindung des Außendienstes über das Internet an das SAP R/3 – System. Über diese Schnittstelle wurden Besuchsberichte, Projekte (SAP-Kundenanfragen) und Kundenangebote dezentral erfasst und zentral ausgewertet.

Die Komponente „Transport“ war von der Funktionalität (Verladungen, Preisfindungen) sowie von der Handhabung für den Kunden nicht einsetzbar. Aus diesem Grund wurde mit SAP/ABAP Mitteln ein komfortables Verlademodul von KLC entwickelt, welches in den SAP Standard eingebunden wurde. Die einzelnen Transporte per LKW, per Waggon oder per Schiff werden über interne Verladungen (innerhalb des Unternehmens) oder externe Verladungen (Kunden) in einer einfachen Form abgewickelt. Die gewogenen Transportmittel (LKW, Waggon) werden rückgemeldet und die relevanten Gewichte nach einem festgelegten Algorithmus auf die einzelnen Verkaufsprodukte programmtechnisch verteilt. Die Frachtkostenfindung erfolgt maschinell auf der Basis des amtlichen GFT-Entfernungswerkes.

Für die Verrechnung mit den Spediteuren wird das angeschlossene SAP – Gutschriftsverfahren genutzt.

Des weiteren wurde ein Vergleich der Kunden-Anforderungen zu den SAP-Standardabläufe vorgenommen. Obwohl es das Ziel war, den SAP-Standard unverändert einzusetzen, wurden im Rahmen dieser Untersuchung wesentliche Defizite in den Bereichen der Walzplanung und des Transportwesens festgestellt.

Die Walzplanung, als Grundlage der wöchentlichen Planungsrunde, existiert in der gewünschten Form im SAP-Standard nicht und wurde von KLC realisiert. Die Komponente „Transport“ wurde funktional als nicht ausreichend und als zu kompliziert vom Kunden bewertet.