Fokus: Luft- und Raumfahrt

Zielvorgaben:

Ziel war es erstens, die vorhandene und im Wesentlichen auf Excel basierende Insellösung zur Produktkalkulation, Vorratsbewertung und eines Teiles des Berichtswesens mittels SAP-Standardfunktionalitäten abzulösen und zweitens, die bisher im Modul CO genutzte Funktionalität zur Abbildung von Fertigungsaufträgen zu ersetzen.

Die Abläufe im Bereich der Fertigungssteuerung und die Architektur des betrieblichen Rückmeldewesens mussten zwingend erhalten bleiben.

Schwerpunkte des Projektes:

Schwerpunkte des Projektes im Bereich der Logistik waren einerseits die Realisierung unterschiedlicher Kalkulationsvarianten, die den speziellen Erfordernissen zur Simulation der Einflüsse schwankender Materialpreise und Wechselkurse auf die Herstellkosten gerecht wurden und andererseits, die Implementierung der Fertigungsauftragsabwicklung mit einem hohen Anteil an Fremdbearbeitung, um die ermittelten Planwerte mit den Ist-Ergebnissen vergleichen zu können.

Neue Geschäftsfelder erforderten die Definition eines neuen Geschäftsprozesses

Parallel dazu machte es die Erschließung neuer Geschäftsfelder notwendig, das Layout der vorhandenen Formulare wie Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung den neuen Gegebenheiten anzupassen. Dazu kam, dass dieser neue Geschäftsprozess nicht mit den Standardfunktionalitäten eines R/3 Systems abgebildet werden konnte. Die Besonderheit bestand darin, das das mittels Kundenauftrag fakturierte Material das Werk nicht verlies und als Fremdeigentum durch diverse interne und externe Arbeitsschritte begleitet und abgebildet werden musste. Eine Aussage, über die Bestandssituation des Kundeneigentums, musste jederzeit gegeben sein.

Zum Schluss, aber deshalb nicht weniger wichtig, seien die Ziele im Bereich des Controlling genannt; als da wären die Ergebnis- und Profitcenterrechnung sowie eine komplett neu strukturierte Kostenstellenplanung.

Sehr enger Zeitrahmen mit Punktlandung

Bestimmt wurde das Projekt durch einen sehr knappen Zeitrahmen, der eine Realisierung im Zeitraum von maximal drei Monaten bis zum Geschäftsjahresende vorsah. Das nicht erreichen dieser Vorgabe hätte die Verschiebung um ein weiteres Jahr bedeutet.

Kundenorientierung und Motivation

Negativen Einfluss auf die Projektarbeit nahmen zum großen Teil der Ablauf und das Ergebnis eines Vorgängerprojektes, das in der Vergangenheit nicht unerhebliche Ressourcen gebunden hatte und trotzdem nicht den gewünschten Erfolg brachte. In diesem Umfeld war nicht nur die fachliche, sondern auch die „soziale Kompetenz“ der Berater gefragt um neue Motivation und konstruktive Mitarbeit in den Arbeitskreisen zu fördern.

An dieser Stelle wirkt es sich immer wieder positiv aus, das das von KLC eingesetzte Personal die Funktionalitäten nicht nur aus einem Testsystem oder Prototyping kennt, sondern in vielen Projekten über den Zeitpunkt des Go-Live die Arbeit in der Fachabteilung begleitet hat und oftmals auch in die Lücke gesprungen ist, die sich zwangsläufig nach dem Echtstart durch Unsicherheiten und einen höheren Aufwand ergibt. Die Einbindung der Fachbereich hat in sämtlichen Projekten der KLC höchste Priorität.

Die erforderlichen Materialstammdaten, die den geänderten Erfordernissen angepasst werden mussten sowie das zusätzlich notwendig gewordene technische Mengengerüst wie Arbeitsplätze, Arbeitspläne und Stücklisten wurden nicht nur im Vorfeld neu konzipiert, sondern im Rahmen der engen Zeitvorgaben gemäß des Projektplanes auch von KLC im System erfasst. Somit konnte eine hohe Kundenzufriedenheit erreicht und der pünktliche Start des Echtbetriebes sichergestellt werden zu stellen.

Die engen Vorgaben des Projektplanes konnten eins zu eins eingehalten werden und somit das Projekt zur Zufriedenheit aller Beteiligten in Time and Budget abgeschlossen werden.

Horst Meister
Bereich: Produktion / Logistik